Sebnitz verpasst nur knapp die Überraschung

von Thomas Klinke (Kommentare: 0)

Am 20. Spieltag der Bezirksliga Ost reisten die Jungs von der SpG Sebnitz/Neustadt/Langburkersdorf zum Tabellen-Dritten nach Görlitz.
Für die Neißestädter, die über den besten Angriff der Liga verfügten, zählte nur ein „Dreier“ um im Aufstiegsrennen weiter mitzumischen. Für die Sebnitzer hingegen, die den dritten Platz von unten belegten, ging es noch um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.
So konnte die Sebnitzer Taktik nur lauten, sich hinten einzuigeln und ab und an mit Konterangriffen für Entlastung zu sorgen – nach dem Motto: „Die Null muss so lange wie möglich stehen!“ Dies funktioniert in der ersten Halbzeit auch ganz gut. Während die Gäste nur selten über die Mittellinie kamen, bissen sich die Hausherren ein ums andere Mal die Zähne an der vielbeinigen Sebnitzer Abwehr aus. Die Gäste hingegen tauchten nur zweimal gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Zum Ersten in der 9. Spielminute, als ein Görlitzer Abwehrspieler noch gerade so einen Schuss von C. Berge vor der Torlinie klären konnte und zum Zweiten in der 40. Minute, als der heranstürmende Schulze, T. vom Görlitzer Torhüter elfmeterreif im Strafraum gelegt wurde. Doch Schiedsrichter T. Hayn aus Görlitz, verwehrte den Sebnitzern den fälligen Strafstoß. So blieb es beim 0:0 zur Pause, mit dem die Gäste insgesamt doch sehr zufrieden sein konnten.
In Halbzeit zwei wurden die Jungs aus der Sächsischen Schweiz zunehmend mutiger und erarbeiteten sich einige gute Möglichkeiten. So hatte Schulze, T. in der 50. Spielminute eine Großchance, konnte jedoch in letzter Sekunde noch vom Ball getrennt werden. Sebnitz hatte nun seine stärkste Phase und wurde dafür in der 66. Minute sehenswert belohnt: A. Doan Viet wurde in der Nähe des Mittelkreises gefoult und A. Kirpal’s Freistoßhammer aus ca. 35 Metern schlug unhaltbar im Görlitzer Tor ein. Ein Wahnsinnstor das die blau-weißen Sebnitzer nun regelrecht beflügelte. Und so drängte Sebnitz auf das 2. Tor anstatt das 1:0 zu verwalten. Dies eröffnete den Görlitzern neue Räume und in der Folge zappelte der Ball zweimal im Sebnitzer Netz. Jedoch fanden beide Treffer, aufgrund von (vermeintlichen) Abseitsstellungen, keine Anerkennung. Und in der 72. Spielminute konnte C. „BUKA“ Buhl mit einem katzenartigen Reflex gerade noch einen Ball von der Linie kratzen. In der 80. Minute war aber auch er chancenlos, als Görlitz nach einer Flanke dann doch per Kopf zum 1:1-Ausgleich kam. Danach überschlugen sich die Ereignisse: F. Müller wurde von 3 Görlitzern eingekreist und zu Boden gestoßen. Als er wieder aufstand und einen der Angreifer nur abwehren wollte, bekam der schon verwarnte Sebnitzer Kapitän vom völlig überforderten Schiedsrichter, der die übrige Situation gar nicht mitbekommen hatte, die Gelb/Rote Karte. Jetzt wurde die Gangart immer ruppiger und dem nun wild mit Karten um sich schmeißenden Referee glitt das Spiel völlig aus der Hand. So konnte Görlitz in der 86. Minute, nach einem sehr grenzwertigen Zweikampf, das 2:1 erzielen, was wiederum einige Handgemenge und ein paar Kraftausdrücke der Spieler untereinander zur Folge hatte. Die Gäste sahen sich nun um den Lohn ihrer tollen kämpferischen Leistung gebracht und wechselten mit A. Richter noch einen Stoßstürmer ein, der nach über einjähriger Verletzungspause sein Saisondebüt gab. Doch auch er konnte nichts mehr ausrichten und so blieb es bei der knappen 1:2-Niederlage und der nur um wenige Minuten verpassten großen Überraschung.
Insgesamt betrachtet geht der Sieg für die Görlitzer schon in Ordnung, auch wenn Sebnitz einen Punkt für diese tolle kämpferische Leistung verdient gehabt hätte.
 
Sebnitz/Neustadt/Langburkersdorf spielte mit:
C. Buhl – F. Bräuer, A. Kirpal, M. Rabe, C. Hartmann (A. Richter) – K. Klinger, F. Müller (C), C. Berge, A. Doan Viet, A. Schmidt  – Schulze, T. (L. Fölker)

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